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Exkursion: Von Mönchen, Bergleuten und Glasbläsern

17.05.2025
Mainlände Lohr | 09:00 bis 19:00


Veranstaltungsort:
Mainlände Lohr

Diese Tagesexkursion führt zu drei besonderen historischen Stätten unserer nächsten Umgebung:

Unsere erste Station ist das Kloster Einsiedel, auch Elisbethenzell genannt, im Rupperthüttener Wald. 
Wo vor Jahren nur ein kleiner Steinhaufen von einem alten Kloster Zeugnis gab, brachte die Ausgrabung des Archäologischen Spessartprojekts unter Leitung von Harald Rosmanitz vor zehn Jahren Überraschendes zutage 
Zum Vorschein kam vor den fleißigen Grabungshelfern hauptsächlich aus Ruppertshütten eine großflächige komplette Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert mit Kirche, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Abtshaus mit wohnlicher Fußbodenheizung, Brunnen, Fischteichen und mehr. 
Die Gründung der Grafen von Rieneck im Jahr 1295 in der geistlichen Obhut des Prämonstratenserklosters Oberzell bei Würzburg bestand bis ins 16. Jahrhundert mit zeitweise 50 bis 70 Mönchen. 
Die mustergültige Ausgrabung mit gesicherten Fundamenten lässt die Zeit der Ritter und Mönche lebendig werden im Spessartwald.

Eine "Autobahn" des Mittelalters

Als Sensation, weil solches bislang völlig unbekannt, erwies sich die zweite Ausgrabung in unmittelbarer Nähe des Klosters. Hier verlief der Fernhandelsweg Birkenhainerstraße über den Spessart von Hanau bis Gemünden.
Beim Kloster Einsiedel war diese Straße angelegt wie eine heutige Autobahn mit getrennten Fahrspuren und einem Grünstreifen als Trennung sowie in den Felsen eingearbeitete Fahrspuren.
Dieses einmalige Bodendenkmal dokumentiert auf besondere Weise die Modernität des Mittelalters mitten im Spessart.

Wiesbüttsee und Wiesbüttmoor

Unser zweites Ziel ist der Wiesbüttsee bei Wiesen/Mosborn mit seinem einmaligen Hochmoor.
Der heutige idyllische Badesee an der Kreuzung von Birkenhainerstraße und Eselsweg verdankt seine Entstehung nicht der Natur, sondern menschlichem Eingriff. 
Er wurde im 18. Jahrhundert künstlich angelegt und zwar zur Versorgung der unterhalb gelegenen Bieberer Bergwerken im Lochborn zur Silber-, Kupfer- und Bleigewinnung.
Von einmaliger Natur ist das Hochmoor am Zulauf des Sees nicht nur wegen seiner Flora und Fauna. Es dokumentiert auch einen tiefen Blick in die von Menschen unbeeinflusste Waldentwicklung. 
Hier konnte mittels eines Pollendiagramms von 140 Metern Mächtigkeit ein Fenster in die vorgeschichtliche Zeit geöffnet werden.

Die Glasmanufaktur im Birklergrund

Unser drittes Ziel ist die Ausgrabung im Birklergrund zwischen Habichsthal und Heinrichtsthal. 
Dort wurden im Sommer 1979 Mauerreste einer Glashütte entdeckt und ausgegraben, die einige Überraschungen bargen. Zu Tage kamen nicht die Grundrisse einer schlichten Waldglashütte, sondern die einer modernen Manufaktur vom Ende des 18. Jahrhunderts.
Sie zeite sich ale eine der modernsten Anlagen der seinerzeitigen Glasproduktion nach französischem Vorbild. Keine geringere als die königliche Glasfabrik von Seve bei Paris war ihr Muster. 
Hier wurde Flachglas von höchster Güte hergestellt als Grundlage für die berühmten Lohrer Spiegel. An den gesicherten Grundmauern lässt sich heute ihre Geschichte anschaulich ablesen.


Schlussrast gegen 17:00 Uhr. Tagesverpflegung bitte mitbringen, ebenso passendes Schuhwerk (kurze Wanderungen auf Forststraßen).

Verantwortlicher im Sinne des Deutschen Reisegesetzes: Pitz-Reisen Offenbach

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