Aus der Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Lohr: „Euthanasie“-Morde 1940 und das Hungersterben 1943-1945
14.05.2025
Bezirkskrankenhaus, Festsaal (Haus 25)
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Die nationalsozialistische „Euthanasie“-Aktion T4 in sechs Tötungsanstalten kosteten 1940/1941 über 70.000 Kranke und Behinderte in Heilanstalten des Deutschen Reichs das Leben.
Allein aus Lohr wurden in dieser Zeit 470 Kranke deportiert und vergast. Den betroffenen Familien wurde mitgeteilt, ihre Angehörigen seien „verstorben“.
Weitere Lohrer Anstaltsinsassen kamen mutmaßlich gezielt durch Hunger, Medikamente und mangelnde Versorgung 1943-45 ums Leben.
Diese „dezentrale Euthanasie“ wurde 1943-1945 nach Einstellung der Berliner T4-Aktion 1941 reichsweit praktiziert.
In Zusammenarbeit mit dem Geschichts- und Museumsverein Lohr am Main e.V.